Indien fordert von Xiaomi nach der Untersuchung der Steuerhinterziehung fast 88 Millionen US-Dollar an Einfuhrzöllen

Indien fordert von Xiaomi nach der Untersuchung der Steuerhinterziehung fast 88 Millionen US-Dollar an Einfuhrzöllen


Ein Teilnehmer hält während der Einführung des Smartphones in Neu-Delhi, Indien, am Dienstag, den 5. September 2017, ein Xiaomi Corp. Mi A1 Dual-Kamera-Gerät in der Hand.

Anindito Mukherjee | Bloomberg | Getty Images

Indien hat nach einer Untersuchung den lokalen Zweig des chinesischen Smartphone-Herstellers Xiaomi aufgefordert, 6,53 Milliarden Rupien (87,8 Millionen US-Dollar) an Einfuhrsteuern zu zahlen.

Die Direktion für Revenue Intelligence führte eine Untersuchung durch, die zur Wiedergewinnung von Dokumenten bei Durchsuchungen von Xiaomi India führte, hieß es in einer Erklärung des Finanzministeriums am Mittwoch.

„Während der Ermittlungen stellte sich ferner heraus, dass die von Xiaomi India an Qualcomm USA und an Beijing Xiaomi Mobile Software Co. Ltd., China (verbundene Partei von Xiaomi India) gezahlten ‚Tantiemen und Lizenzgebühren‘ nicht zum Transaktionswert hinzugerechnet wurden der von Xiaomi India und seinen Vertragsherstellern importierten Waren”, hieß es.

„Indem es keine ‚Lizenz- und Lizenzgebühren‘ zum Transaktionswert hinzugerechnet hat, hat Xiaomi India als wirtschaftlich berechtigter Eigentümer solcher importierten Mobiltelefone, deren Teile und Komponenten die Zollgebühren umgangen“, heißt es in der Erklärung.

Nach Abschluss der Ermittlungen hat das DRI drei Mitteilungen aus „Show Cause“ an Xiaomi im Zusammenhang mit der Rückforderung von 6,53 Milliarden Rupien für den Zeitraum zwischen April 2017 und Juni 2020 ausgestellt. Diese Mitteilungen sind eine Art Gerichtsbeschluss, für den eine oder mehrere Parteien erforderlich sind zu einem Fall, um etwas vor Gericht zu rechtfertigen, zu erklären oder zu beweisen.

Xiaomi reagierte nicht auf die Bitte von CNBC um einen Kommentar.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Indien gegen chinesische Technologieunternehmen vorgeht.

Im vergangenen Jahr verbot die südasiatische Nation 118 Apps mit Links zu China unter Berufung auf nationale Sicherheitsrisiken. Es kam auf dem Höhepunkt der geopolitischen Spannungen zwischen beiden Ländern.

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