Europäische Aktien eröffnen niedriger, da Investoren auf US-Arbeitsplätze warten

Europäische Aktien eröffnen niedriger, da Investoren auf US-Arbeitsplätze warten


LONDON – Europäische Aktien eröffneten am Freitag niedriger, da die Anleger auf wichtige Jobdaten warteten und den restriktiveren Ton der US-Notenbank weiter verdauten.

Der paneuropäische Stoxx 600 notierte um 09.00 Uhr Londoner Zeit um 0,4% niedriger, kurz nachdem die Börsen auf dem ganzen Kontinent eröffnet hatten.

Chemikalien, Nahrungsmittel und Getränke sowie Telekommunikation gehörten im frühen Handel zu den Sektoren mit der schlechtesten Performance. Grundlegende Ressourcen hingegen waren der Top-Gewinner.

Bei den Einzeltiteln gehörte ST Micro mit einem Plus von fast 3% zu den Top-Performern, nachdem im vierten Quartal über den Erwartungen liegende Verkäufe gemeldet wurden.

Die Deutsche Bank wurde am Freitag ebenfalls höher gehandelt, nachdem positive Aussagen getroffen wurden, dass die Bank auf dem richtigen Weg ist, wichtige Gewinnziele zu erreichen, berichtete Reuters.

In anderen Aktiennachrichten wird Air France – KLM im Jahr 2022 frisches Kapital zwischen 1 und 2 Milliarden Euro (1,13 Milliarden US-Dollar und 2,26 Milliarden US-Dollar) beschaffen müssen, berichtete Les Echos.

Stellenbericht

Das Protokoll der Fed-Sitzung im Dezember enthüllte am Donnerstag eine restriktive Haltung innerhalb der Zentralbank. Beamte sagten, sie seien bereit, nicht nur die Zinsen zu erhöhen und den Kauf von Anleihen zu reduzieren, sondern auch Gespräche über niedrigere Bestände an Staatsanleihen und hypothekenbesicherten Wertpapieren zu führen.

Die Nachricht löste in vielen Märkten der Welt einen Ausverkauf aus.

Investoren werden nun die neuen Stellendaten aus den USA genau beobachten, die um 8.30 Uhr ET / 13.30 Uhr GMT fällig sind.

Ökonomen schätzen, dass die US-Wirtschaft im Dezember nach Angaben von Dow Jones 422.000 Arbeitsplätze geschaffen hat. Die gleichzeitig fällige Arbeitslosenquote soll bei 4,1 % liegen.

Zurück in Europa nehmen Investoren neue Handelsdaten aus Deutschland auf.

Deutschlands Handelsbilanzüberschuss sank laut Reuters im November auf den niedrigsten Stand seit 2011. Darüber hinaus ging die Industrieproduktion im Vergleich zum Vormonat ebenfalls um 0,2% zurück.

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“Die Friktionen in der Lieferkette halten die deutsche Industrie im Würgegriff. Nur der Export gibt einige Hoffnungsschimmer. Aber ohne Produktion wird auch die Exportbelebung nur von kurzer Dauer sein”, sagte Carsten Brzeski, Global Head of Macro bei ING, in einer Mitteilung .

Außerdem wird es im Dezember Blitzinflationszahlen für die Eurozone und neue Daten zum Verbrauchervertrauen geben.

An der politischen Front kommt praktisch am Freitag der Außenminister der Nordatlantikpakt-Organisation (NATO) zusammen, um über den Truppenaufbau Russlands in der Nähe der Ukraine zu diskutieren. Ihr Treffen geht den hochrangigen Gesprächen zwischen Russland, den USA und der NATO nächste Woche voraus.

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